

Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit
Mit gut 50 stand ich an einer Weggabelung. So weiter machen wie bisher ging nicht mehr. Ich musste mich für einen neuen Weg entscheiden, um mein Leben zu ändern. Denn mit Burnout, grossen Rückenproblemen und gescheiteter langjähriger Beziehung war ich in einer tiefen persönlichen Krise.
Nie mehr wollte ich an diesem Ort stehen, wo ich seinerzeit stand. Diese tiefe Krise war meine ganz grosse Chance, mein Leben zu ändern und endlich Hilfe anzunehmen.
Es gibt so die big 5 der Dinge, die mir am meisten geholfen haben. Die meinem Leben eine komplett neue Richtung zu gegeben haben. Eines vom heilsamsten, wunderbarsten und am Anfang auch schmerzhaftesten davon war die Verbindung zu meinem inneren Kind.
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Ich bin als erwachsene für mein inneres Kind verantwortlich
«Ich darf für mein inneres Kind sorgen, ich darf es sehen und lieben. Alles tun, was es sich von mir wünscht, bis es erwachsen ist. Ich bin für dieses Kind verantwortlich, nur ich allein. Ich muss nicht mehr warten, bis mir mein Vater, meine Mutter oder mein Partner endlich das geben, was ich mir immer so sehnlich gewünscht habe.» Das war für mich eine völlig neue Sichtweise. Das war der Anfang einer tiefen Heilung in mir und auch in meinen Beziehungen.
Beziehungen sind Spiegel unserer inneren Kinder
In einer Beziehung ist man nie nur zu zweit. Man ist immer zu viert. Denn da sind unsere inneren Kinder, die mitmischen. Immer wenn uns etwas triggert, ist es das kleine Kind in uns, das zeigt, was noch geheilt werden darf.
Seit ich das verstanden habe, kann ich (meistens) bei mir bleiben. Ich gebe mir das, was ich bei anderen so sehnlich gesucht habe. Und ich sehe die inneren Kinder in all den Beziehungen zu anderen Menschen. Jeder Betrieb ist ein einziger Kindergarten Denn in jedem Erwachsenen steckt ein kleines Kind. Ein Kind, das Wärme, Liebe und Geborgenheit braucht.

Ein kleines Kind ist unfrei und abhängig
Schon ein Baby spürt und weiss, dass es ohne Vater und Mutter nie überleben könnte. Deshalb hat es grosse schöpferische Kräfte, um zu überleben. Es wählt passende Aufmerksamkeits- und Lebensstrategien. Es reagiert auf die verschiedenen Anforderungen.
Sein Ziel ist es, so viel Energie durch Aufmerksamkeit und Zuwendung auf sich zu ziehen wie möglich. Es kann diese durch positive aber auch durch negative Zuwendung erhalten. Das schlimmste für ein Kind ist es, wenn es nicht beachtet, ignoriert oder gefühllos behandelt wird.
Welche Aufmerksamkeits- bzw. Überlebensstrategien hat ein Kind?
- Es passt sich an, gehorcht, ist lieb und nett. Will leidende Familie retten.
- Es zeigt Leistung, gar Superleistung
- Es rebelliert (nein-sagen)
- Es spielt den Clown oder andere Rollen
- Es flüchtet sich in Krankheit, Phantasie- oder Traumreisen
- Es zieht sich zurück und holt sich Zuwendung woanders
- Es macht sich unsichtbar, damit es ja nicht auffällt
- Es geht mit Seelenanteilen aus dem Körper
Was hattest du für Gedanken als Kind?
Hast du dich geliebt, angenommen und «richtig» gefühlt? Wurdest du gesehen, so wie du wirklich bist?
Oder hast du gedacht, ich bin alleine und gehöre nicht dazu? Egal was und wie ich es mache, es ist nie richtig? Ich muss stark sein und mich kümmern? Das darf man nicht, das macht man nicht?
Welche Entscheidung, welche Strategie hast du als Kind getroffen?
Unsere Eltern haben das Beste gegeben, was sie konnten
Es geht nicht darum, unsere Eltern oder Geschwister zu verurteilen. Es geht auch nicht darum, alles gut zu finden, was sie getan haben. Wir dürfen aber verstehen, dass sie das Beste gegeben haben, was sie konnten und für sie möglich war. Denn auch unsere Eltern waren einmal Kinder.
Es geht darum zu verstehen, wie diese Erfahrungen und unsere Strategien als Kinder unser heutiges Leben und unsere Beziehungen beeinflussen. Im Positiven, wie auch im Negativen.
Auswirkungen auf unser Erwachsenenleben
Denn nicht geheilte Verletzungen und Glaubenssätze des Kindes wirken sich auf unser Erwachsenenleben aus.
Alle heutigen Emotionen haben ihren Ursprung in der Vergangenheit. Es sind deine inneren Überzeugungen, nach denen du an eine Sache oder Situation herangehst. Dein Verhalten wird durch diese Überzeugungen gesteuert. Dein inneres Kind steuert dein Verhalten, dein Denken und Fühlen und deine Kommunikation. Es übernimmt immer wieder die Kontrolle.
Einige Auswirkungen für negative Prägungen
Dazu gehören Blockaden, ein schwaches Selbstvertrauen, Hamsterrad, Heilung durch anderen suchen, klammern, Eifersucht, Depression, Süchte und Abhängigkeiten, Bindungsängste, Krankheiten, Angst, destruktive Kommunikation.
Was prägt dich?
Du darfst eine neue Entscheidung treffen
Häufig leben wir als Erwachsene unbewusst nach den Entscheidungen und Strategien, die wir als Kinder einmal getroffen haben. Sagen ja, wenn wir nein meinen und haben ähnliche Muster in der Kommunikation wie als Kinder.
- Frage dich heute: Ist das gut für mich? Was könnte ich stattdessen tun? Wie besser kommunizieren?
- Wie kannst du mit deinem inneren Kind in Verbindung treten?

Spiegelübung oder Meditation
Hänge ein Foto von dir als kleinem Kind an einen Spiegel. Versuche im Spiegelbild das Kind in dir zu sehen. Sieht es glücklich und geliebt aus? Auch wenn du eine selbstbewusste Frau bist, ist da ein inneres Kind, das Liebe braucht.
Sprich mit dem Kind. Wie wurdest du als kleines Kind angesprochen? Schau nicht nur auf Foto, sondern sieh auch dich im Spiegel an.
Sprich ganz liebevoll mit dir, z.B. «Ich liebe dich mein Schatz, ich bin für dich da und bleibe. Du bist sicher und geborgen. Du bist wunderbar und genau richtig, wie du bist. Entschuldige, dass ich dich in all den Jahren übersehen, manchmal ausgeschimpft und vernachlässigt habe.
Geh am Anfang bewusst jeden Morgen und Abend ein paar Minuten in eine tiefe Verbindung mit deinem inneren Kind. Vor dem Spiegel oder in einer Meditation. Öffne dein Herz und breite dein Innerstes aus. Sage dir: «Ich bin gewillt, das Kind in mir zu lieben und zu akzeptieren.» Lass dich ganz auf die Bilder ein, ohne etwas zu erwarten. Halte Taschentücher bereit, denn das kann sehr schmerzhaft sein.
Aller Anfang ist schwer!?
Vielleicht ist das ganz einfach für dich. Vielleicht geht es dir aber am Anfang auch so wie mir und einigen meiner Klientinnen. Ich hatte einen grossen Widerstand meinem inneren Kind gegenüber. Diese grosse Trauer und Schwere wollte ich weghaben. Ich konnte diesem Kind nichts geben. Erst mit der Zeit konnte ich dieses Kind ganz annehmen und lieben.
Gehe in eine tiefe Verbindung zu deinem inneren Kind
Versuche dieses liebensbedürftige Kind in dir wieder zu entdecken. Eine liebevolle Beziehung zwischen der Erwachsenen und deinem inneren Kind aufzubauen. Du kannst für das Kind da sein, es lieben, mit ihm reden, fragen was es gerade braucht.
Lerne dein inneres Kind kennen. Wieso fühlt es sich gerade unglücklich, zornig oder ängstlich? Was kannst du tun, dass es sich geliebt und geborgen fühlt. Lerne dein schönes, wildes, fröhliches und liebenswürdige Kind kennen.
Was braucht dein Kind in dir?
Gibst du ihm, was es braucht? Was würde es sich von dir wünschen?
Unternimm etwas, was die Kleine, in dir freut. Nimm dein Kind mit, sei mal wieder richtig Kind. Forsche und sei neugierig wie ein Kind
Was waren deine Wünsche in deiner Kindheit?
- Was wolltest du einmal werden? (Archäologin, Abenteuerin, Pilot)
- Wie wolltest du sein? (Pipi Langstrumpf)
- Welche Eigenschaften wolltest du haben? (mutig sein, die Welt retten)
- Was wolltest du einmal tun? (reisen, Abenteuerin)
- Welche Wünsche kannst du dir heute erfüllen? Wovon möchtest du mehr sein?
Wir haben auch unsere Eltern in uns
Wir verhalten uns manchmal wie ein kleines Kind. Wir haben auch die Eltern in uns, die uns ausschimpfen, wenn wir etwas nicht richtig oder gut genug gemacht haben.
Wenn du dich wieder verurteilst, denke jedes Mal an dein kleines Mädchen, das vor dir steht. Würdest du dieses Kind so beschimpfen?
Beobachte dich einmal, wenn du dich im Alltag ärgerst, wütend bist oder dich einsam und leer fühlst. Dann schliess kurz die Augen und fühle atmend in deinen Körper hinein: Was spüre ich? Beklemmung? Stein im Magen? Wo im Körper spüre ich das? Denk an das Kind: wie alt bin ich da?

Die Verbindung mit deinem inneren Kind heilt und verändert dein Leben
Begleite dein inneres Kind ins Erwachsen werden. Du wirst mit der Zeit merken, wie das kleine Kind älter und älter wird.
Falls du auf diesem Weg eine Begleitung möchtest, dann buche dir einen Termin für ein kostenloses Klarheitsgespräch.
Viele Grüsse und bis demnächst
Deine Verena Gehrig
Mentorin für deinen Neustart in eine grossartige zweite Lebenshälfte

Meine Geschenke für dich